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Herrenmannschaft des SV Germering Basketball verpasst den Aufstieg nur knapp

 
Nikolaus Lemli

Die unglückliche Niederlage im letzten Saisonspiel gegen die starke Regionalliga Reserve des DJK SB Münchens überschattete eine durchaus positive Saison der Germeringer Herren mit nur fünf Niederlagen bei 13 Siegen. Durch den verlorenen direkten Vergleich mit dem punktgleichen FC Bayern München rutschten die Germeringer auf den dritten Tabellenplatz ab. Doppelt unglücklich, da der zweite Platz voraussichtlich zum Aufstieg in die Bezirksoberliga berechtigen wird.

Als Coach Christian Moltz das Team von Chris Hustert im Sommer übernommen hatte, war aus dem vorhandenen Kader nicht direkt klar wohin die Reise in der Saison hingehen sollte. Nach einer intensiven Vorbereitungsphase im Sommer im Leichtathletikstadion des SVG hat das Team gemeinsam das Ziel Aufstieg definiert und sich somit zu einer gemeinsamen Mission eingeschworen. Mit dem hochkarätigen Neuzugang Milan Despot kam ein ähnlicher Spieler wie Lukas Bierling, der aufgrund seines Studiums in Passau die Schuhe geschnürt hat, und somit ein adäquater Nachfolger auf der Position 3/4. Nach ca. drei Spieltagen schloss sich Jordan Pavel als Big Man mit feinem Handgelenk den Germeringern an, nachdem sein Team in FFB bereits vor der Saison aufgrund Spielermangels zurückziehen mussten. Die Trainingsbeteiligung sowie -intensität war bis Weihnachten durchwegs hoch, so dass die ersten sieben Spiele allesamt gewonnen werden konnten. Nach der sehr unglücklichen Niederlage in den Schlusssekunden beim FC Bayern kam eine Woche später der nächste Rückschlag gegen die ehemalige Regionalligamannschaft von München Basket, die sich in der Bezirksliga bei MTV München neu formierten und in der gesamten Saison nur ein Spiel verlieren sollten. Nach diesen beiden Niederlagen verließ Milan Despot aufgrund beruflicher Verpflichtungen das Team und riss somit ein Loch auf dem Flügel, dass Hendrik Wohofsky alleine nicht schließen konnte. Obwohl er das Team immer wieder mit eindrucksvollen Leistungen (22,2 Pkt/Spiel) auf die Siegerstraße führen konnte, hat es gegen die beiden Hauptkonkurrenten auch in den Rückspielen in eigener Halle nicht zu einem Sieg gereicht. Mit dem Big Man Moritz Kliemke an seiner Seite sorgten die beiden immer wieder für spektakuläre Highlight Plays und für eine herausragende Stimmung bei den Heimspielen vor Kulissen, die an alte Regional-/Oberligazeiten erinnerten.

Nachdem sich die Konkurrenz gegenseitig die Punkte wegnahm hatten die Jungs von Coach Moltz bis im letzten Spiel die Karten in der Hand, den zweiten Platz zu sichern. Leider ohne Erfolg. Unterm Strich war es aber eine zufriedenstellende Saison, in der sich viele Spieler durch die Erfahrung der Veterane Robert Kruzynski, Rainer Witzig und Kapitän Nikolaus Lemli weiterentwickeln konnten und an den Herrenbereich rangeführt werden konnten. Die Rookies Leonardo Langella, Fabian Schulz und Hannes Völkening konnten allesamt Spielminuten und damit Erfahrungen im Seniorenbereich sammeln. Gabriel Kuku konnte durch die Doppellizenz beim MTSV Schabing und damit zwei Spiele und Trainings pro Woche mehr, einen riesen Schritt nach Vorne machen. Mit Chris Jonas hat sich ein exzellenter Schütze entwickelt, der es im Schnitt zwei Mal von Draußen regnen lässt und mit seiner Gefahr von Downtown für Freiräume unter der Zone sorgt. Die negative Stimmung war nach dem negativen Abschluss ein wenig am Boden, wird aber beim traditionellen Epic Season Ending Banger (Abschlussfest) mit Award-Zeremonie wieder ins rechte Licht gerückt. Zeremonienmeister Witzig wird die Award-Show das letzte Mal organisieren, da er nach 18 Saisons Herrenbasketball (u. a. Regionalliga 2) beschlossen hat für eine Saison die Schuhe zu parken und 2020 sein Comeback in der Zweiten zu feiern.

Die nächste Saison wird aufgrund des Abgangs von Hendrik Wohofsky Freiräume für neue Leistungsträger bieten. Neue Spieler, die Lust auf attraktiven Team Basketball haben sind montags und mittwochs von 20.15 - 21.45 Uhr herzlich in der Max-Born-Halle willkommen.

oznor